Sommerhitze: Sollte ich das Training ausfallen lassen?

Wenn der Schweiß schon ohne viel körperliche Anstrengung läuft, ist für viele klar: Sport muss heute nicht sein. Doch nicht jeder mag seinen Trainingsplan ausdünnen, wenn heiße Tage dazwischenfunken.«Wer das Training zu oft ausfallen lässt, erreicht möglicherweise die eigenen Trainingsziele nicht oder erlebt sogar Rückschritte», so Andreas Barz, der an der der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) lehrt.Laut dem Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Gesundheitssport muss man Sport an heißen Sommertagen nicht unbedingt streichen. Aber: Man sollte darauf achten, den Körper nicht zu überlasten. Mit diesen Tipps gelingt das:

Wie Urlaub wirkt – und wie wir Erholung finden

Laptop zu, Koffer auf, Badesachen rein und dann ab in den Urlaub! Doch selbst wenn der Schreibtisch gegen den Strand eingetauscht ist, ist die Erholung nicht garantiert.Die Gedanken kreisen weiterhin um Probleme, die Chefin ruft an und der Partner hat ganz andere Vorstellungen von Urlaub als man selbst. Wie also gelingt es, die Reise möglichst erholsam zu gestalten? Und wie wirkt sich so ein Urlaub auf die Gesundheit aus?

So erkennen Sie Hitzenotfälle

Klettern die Temperaturen weiter und weiter über die 30-Grad-Marke, zählt eines: gut auf sich selbst und andere aufpassen. Denn an heißen Tagen ist der Körper damit beschäftigt, nicht zu überhitzen.
«Bei hohen Temperaturen schwitzen wir stärker, weil der Schweiß den Körper von außen kühlt», erklärt Prof. Jörg Schlaak, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Ameos Klinikum St. Clemens im Oberhausen. «Das führt aber auch zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust von bis zu zwei Litern an sehr heißen Tagen.
»Durch das viele Schwitzen gerät zudem der Salzhaushalt im Körper durcheinander. Wer dann nicht ausreichend trinkt und sich zu lange in der prallen Sonne aufhält, bekommt die Folgen mitunter deutlich zu spüren. Ein Überblick über Hitzenotfälle – und was dann zu tun ist, erhalten sie hier.

Wann hohe Temperaturen zur Gefahr werden

Es wird wieder heiß in den kommenden Tagen. Am Mittwoch und Donnerstag könnten die Temperaturen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lokal sogar an der 35 Grad-Marke kratzen, vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands.Nach einer kurzen Abkühlung dürfte die Hitze dann ab Sonntag einen weiteren Anlauf nehmen. Während hohe Temperaturen den einen Freude machen, machen sie anderen ziemlich zu schaffen – bis hin zu ernstzunehmenden gesundheitlichen Beschwerden. Dazu die wichtigsten Antworten.

Das Einmaleins für heiße Tage!

Uff, so eine Hitze! Hohe Temperaturen sind für den Körper eine ordentliche Belastung. Was bei 30 Grad und mehr gut durch den Tag hilft – und durch die Nacht.
Einige sind voller Vorfreude, anderen graut es vor jedem Grad mehr, die das Thermometer in die Höhe klettert. Nicht alle kommen mit Hitze gut klar.Gerade älteren Menschen und chronisch Kranken setzen heiße Tage besonders zu. Denn bei ihnen kann sich der Körper nicht so gut anpassen, sagt Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Egal ob jung oder alt: An heißen Tagen gut auf sich selbst aufzupassen, ist für alle wichtig. So gelingt es:

Corona-Bürgertests sollen künftig drei Euro kosten

Das Angebot mit kostenlosen Corona-Schnelltests für alle geht zu Ende. Gratis bleiben «Bürgertests» ab kommenden Donnerstag nur noch für bestimmte Risikogruppen – in der Regel sollen künftig drei Euro aus eigener Tasche pro Test fällig sein. Das teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach einer Einigung mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) mit.Die Regelung soll Milliardenkosten für den Bund reduzieren. Die Länder sollen den Drei-Euro-Bürgeranteil übernehmen können, wenn sie das wünschen.

RKI empfiehlt verstärkten Infektionsschutz

Menschen in Deutschland sollten laut Robert Koch-Institut (RKI) wieder verstärkt die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen einhalten. Hintergrund seien wieder steigende Inzidenzen und eine prognostizierte Zunahme durch die stärkere Verbreitung von Omikron-Sublinien, heißt es im Covid-19-Wochenbericht des RKI vom 16. Juni.Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren rät das RKI, sich gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischimpfung geben zu lassen. Bisher hat in der Gruppe der Menschen ab 60 knapp jeder Fünfte einen zweiten Booster erhalten (19 Prozent). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben 6,4 Prozent eine zweite Auffrischung, die erste haben knapp 60 Prozent.

H-Milch oder Zahnrettungsbox halten Zähne am Leben

Was für ein Schreck: Auf einmal liegt der Zahn auf dem Boden. Und nun? Auch bei Zahnunfällen ist schnelles Handeln ein Muss. Wer H-Milch im Kühlschrank stehen hat, ist im Vorteil.

Köln (dpa/tmn) – Oft passiert es beim Sport und meist sind es die oberen Schneidezähne, die bei einem Zahnunfall ausgeschlagen werden. Die Chancen auf Rettung stehen aber gar nicht schlecht, so die Initiative ProDente.Oft könne die Zahnärztin oder der Zahnarzt den Zahn wieder in den Kiefer einpflanzen. Vorausgesetzt, man sucht die Praxis oder den Notdienst so schnell wie möglich auf.

E-Rezept soll ab September stufenweise eingeführt werden

500 Millionen Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente bekommen die Bundesbürger jedes Jahr auf Papier. Im Digitalzeitalter wirkt das ziemlich antiquiert. Mit dem E-Rezept soll die Zettelwirtschaft eingedämmt werden.

Um die schleppende Einführung des E-Rezepts zu beschleunigen, setzt die halbstaatliche Firma Gematik auf etwas mehr Verbindlichkeit. Nach einem einstimmigen Beschluss ihrer Gesellschafter – neben dem Bundesgesundheitsministerium auch Kassen-, Ärzte- und Klinikorganisationen – stellte das Unternehmen nun ein regionales Stufenmodell vor.In Westfalen-Lippe und in Schleswig-Holstein sollen am 1. September Pilotverfahren starten, bei denen Schritt für Schritt immer mehr Praxen und Kliniken mitmachen sollen und schließlich eine flächendeckende Nutzung erreicht werden soll.Ursprünglich sollte das E-Rezept schon im Januar 2022 bundesweit zur Pflicht werden. Davon ist das jetzige Ambitionslevel zwar noch weit entfernt. Dennoch ist der Beschluss ein Schritt nach vorn.